Rechtsextremismus auf dem Vormarsch?

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Lange Zeit hätte man denken können, die Gefahr des Rechtsextremismus in Europa sei gebannt. Heutzutage gewinnen jedoch besonders rechtspopulistische Parteien immer mehr an Zustimmung. Oft sind die Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus fließend, denn beide Strömungen benutzen oft fremdenfeindliche Parolen um bei den Wählern zu punkten. Doch hauptsächlich außerhalb des Parteienspektrums erkennt man einen klaren Rechtsruck. Sehr schnell wird  sich ausländerfeindlichen Parolen angeschlossen ohne dessen mögliche Auswirkungen zu bedenken.

Solche rechte Parolen verbreiten sich heutzutage meist über soziale Netzwerke. In Facebook gibt es diverse luxemburgische fremdenfeindliche Gruppen. So hat die Gruppe „Fir all die et satt hun gesot ze kreien “scheiss letzeboier“ :O [sic]“ in den letzten Tagen rasch an Bekanntheit zugelegt. Anfangs hätte man noch glauben können, dass die Gruppe von missverstandenen Luxemburgern gegründet wurde, die sich für die luxemburgische Sprache einsetzen wollten. Jedoch bemerkt man als aufmerksamer Leser sehr schnell, dass es sich nicht um Menschen handelt, die gerne die luxemburgische Sprache schützen wollen, sondern um Rechtsradikale. So teilten die Administratoren zum Beispiel ein Bild mit dem Spruch „En Francais SVP! – Schwätz Lëtzebuergesch du ARSCHLACH!“. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele, die zeigen, dass es sich bei den Administratoren dieser Gruppe sicherlich nicht um harmlose Sprachschützer handelt.

Da wären wir auch schon beim ewigen Argument der Rechten angelangt. Ich zitiere einen privaten Post des Admins: „An letzebuerg get letzebuerech geschwaat an domat punkt! [sic]“. Die Verwalter dieser Seite versuchen sich natürlich gegen die Rassismusvorwürfe zu wehren, aber dazu sind ihre Parolen zu offensichtlich. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass einer der Administratoren sich  der rechten Ideologie eng verbunden fühlt. So hat er auf Facebook bereits Hitler öffentlich zitiert und ist für Halloween in eine SS Uniform geschlüpft, wie Fotos belegen.

Abschließend kann man sagen, dass absolut nichts dagegen spricht sich für die luxemburgische Sprache einzusetzen, jedoch sollte der Spracherhalt nicht für xenophobe oder rassistische Propaganda missbraucht werden.

Ich hoffe, dass die Menschen, denen diese Seite gefällt, sich schnell bewusst machen, worum es sich handelt und ihre Meinung wieder ändern! Auch die vielen anonymen Beiträge zeigen, dass die meisten Rassisten nicht nur durch Vorurteile geprägt sind, sondern auch durch ihre Feigheit. Ich persönlich wurde noch nie als „schäiss Lëtzebuerger“ beschimpft, aber vielleicht liegt das daran, dass ich jeden mit dem gleichen Respekt behandle, wie ich gerne behandelt werden möchte.

 

  1. faust

    also vie hei pur saachen ze klearen, dei persoun ass keen admin mei ob dear seit, an huet sech zu deem aus der politik zereck gezun, an geint den maxime weber leeft eng plainte well heen rufmord gemaat huet!

    merci

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  2. The ghost of Christmas past

    Wien, den Steve Melmer mat senger Nazi-Uniform an sengen Neonazi bands wei Terroritorium?
    Rufmord as wann een eppes behaapt waat net stemmt, mais deen Fascho Volli**** huet sain Nazi Dreck jo mat Stolz selwer op Facebook gepost an et nach verteidegt.

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