Homophobie. Ein weit verbreitetes Phänomen?

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Was ist Homophobie eigentlich?

Heutzutage versteht man unter Homophobie die Feindseligkeit gegen homosexuelle Menschen.

Bis vor kurzem dachte man, dass Homophobie in den modernen Staaten weitläufig gebannt sei. Umso erschreckender ist es, dass mehrere hunderttausend Menschen in Frankreich auf die Straßen gehen, um gegen die sogenannte „Homo-Ehe“ und die Adoption für homosexuelle Paare zu streiken. Leider ist Frankreich kein Einzelfall, denn auch in Luxemburg ist Homophobie teilweise noch sehr verbreitet.

Was spricht denn nun gegen die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren? Eigentlich nichts. Wieso sollte es zwei Menschen, die sich lieben, verboten sein eine engere Bindung einzugehen und zu heiraten? Es dürfte sich also niemand das Recht nehmen dies zu verbieten, da es schlicht und einfach keine Gründe dagegen gibt. Die einzigen Menschen, die mit Problemen in einer gleichgeschlechtlichen Ehe konfrontiert werden, sind gleichgeschlechtliche Paare. Die Gegner solcher Beziehungen  sind wohl einfach entzürnt darüber, dass man an ihr mittelalterliches Weltbild rütteln geht.

Leider sind noch viele Menschen der Meinung, dass man  als Kind eine Mutter und einen Vater braucht. Dies ähnelt wieder einem mittelalterlichen Weltbild, da es keine glaubwürdigen Studien gibt, die dies belegen, vielmehr gibt es Studien, die das Gegenteil beweisen; so unterstützt die American Psychological Association zum Beispiel sogar die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare. Wenn zwei Menschen sich dazu entschließen, ein Kind zu adoptieren und die finanziellen Grundlagen dazu besitzen, dann kann man sicher sein, dass diese Beiden dem Kind ein gutes Zuhause bieten würden. Gerade, weil tausende Kinder nur darauf warten adoptiert zu werden, um ein besseres Leben führen zu können, sollte man jenen Kindern ein behütetes Leben gewähren anstatt an mittelalterlichem Gedankengut festzuhalten. Das Argument, dass Kinder mit homosexuellen Eltern gemobbt werden würden, spricht eigentlich nicht gegen die Adoption, da es nur eine Hypothese ist, die dazu dienen soll, die Einführung der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare zu verhindern. Denn wäre unsere Gesellschaft tolerant, würde niemand aus irgendeinem Grund gemobbt werden. Dieses Argument entspringt also homophobem Gedankengut, da tolerante Menschen nicht auf die Idee kommen würden jemanden zu mobben.

Die Einstellung der Menschen in  Luxemburg ist zwiespältig. In breiten Kreisen der Bevölkerung sind Homosexuelle vollends integriert und akzeptiert. Dies ist auch gut so. Leider ist ein Gesetzesentwurf, der die Homo-Ehe und die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare einführt, erst in Arbeit. Des Weiteren ist zu beklagen, dass viele Menschen – mangels Aufklärung – gegen die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare sind. Viel schlimmer jedoch ist, dass es Menschen gibt, die homophobes Gedankengut öffentlich verbreiten und der Meinung sind, dass Homosexuelle keinesfalls die gleichen Rechte haben dürfen wie Heterosexuelle. Dabei berufen sich solche Menschen auf die Meinungsfreiheit, welche aber keinem Menschen das Recht gibt andere zu beleidigen. Dies beweist wieder wie ignorant und intolerant einige Menschen in unserer Gesellschaft sind. Die Verbreitung von solchem Gedankengut ist vor allem im öffentlichen Raum inakzeptabel. Jeder Mensch soll die gleichen Rechte haben, egal wen er wie liebt.

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